Mythenarmes Schlagwortmimimi

Es gibt viel zu denken und wenig zu sagen, weniger zu schreiben.
Wo soll ich beginnen?

Vielleicht hier: Es gibt tolle Menschen in dieser Welt.

Oder so: Meine C-Taste klemmt ein wenig, da klebt wahrscheinlich Kuchen darunter.

Es gibt tolle Menschen, und einige davon kenne ich, und es wäre gut, mich öfter daran zu erinnern.
Random thought, da gibt es wenig hinzuzufügen.

Als ich heute Kekse buk, war mir nicht bewusst, dass um diese Zeit heute Abend alle bis auf einen und davon fast alle durch mich vertilgt sein würden. Ich hätte es mir denken können, sie waren wirklich gut.
Ein interessanter Tag, Grundlagendiskussion, oder nennt man das einen freundschaftlich schwelenden Streit?
Bisexualität gibt es nicht, sagt sie. Das ist ein Mythos. Die können sich bloß nicht entscheiden.
Bisexualität gibt es doch, sag ich, und das ist sowas wie ein Outing.
(Dabei weiß sie, dass ich mich so beschreibe. Oder sie wusste es. Man merkt sich wohl keine Dinge, die es nicht gibt.)

(Man kann sich als vieles beschreiben. Ich könnte mich bei S. damit entschuldigen, als Gray-A einfach für den nächsten Monat genug Gekuschel gehabt zu haben. Ich könnte sagen, dass ich momentan Frauen toller finde. Oder, dass er mir lästig fällt, als ein lieber Mensch und eine Bekanntschaft zu viel, dass ich es nicht mag, Kontakt halten zu müssen.)

Ich hab in der Küche gesprochen mit, ach, irgendeinen Spitznamen hab ich ihr hier sicher schon verpasst, aber das ist lange her. Yoda wahrscheinlich. Ja, ein bisschen Yoda ist sie. Ich hab in der Küche mit Yoda gesprochen, sie ist 10 Jahre älter als ich (und ich bin erst knapp 20, da ist das viel), sie hat schon so viel probiert, gesehen. Ich mag sie.
(Warum  komme ich so selten mit Gleichaltrigen richtig klar, sofern ich diese im wahren Leben treffe? Brauche ich denn tatsächlich dieses Angenommensein so sehr, muss man mich Küken adoptieren, damit ich vertrauen und mich entspannen kann? Oder stößt es mich ab, wenn jemand nicht weiter ist als ich, mich derart auf mich selbst hinweist, und frisst mich der Neid, wenn Gleichaltrige dann doch weiter sind als ich, “reifer”?)

So viele Green Day-Ohrwürmer diese Woche. Ich kann mich schwer kontrollieren, bin zu faul und will eigentlich gar nicht richtig, bin meinen Launen ausgeliefert und esse viel Süßes. Ich spüre andauernd, dass ich einen Bauch besitze, und mag dieses Gefühl nicht. Wenn ich nicht froh und zu frieden bin, mach ich mir nicht die Mühe, einzuschätzen, wie ich dran bin oder mich auch nur für einen Moment von außen zu begutachten.

Und jetzt Musik.
Oder nicht. Subway to Sally wäre jetzt schön, “Schneekönigin”, Schneekönigin war mal mein Pseudospitzname. Es wäre einfach, Schneekönigin zu sein. Frostfeuer ist ein tolles Buch, glaube ich. Gerade, weil Tamsin Spellwell besser ist als die Schneekönigin und weil es da Maus gibt.

Geschichten zu erzählen. Etwas zu sagen. Sage meinem Gehirn, ich meine, meinem Bewusstsein, es solle in Tiefen vordringen, und das tut es nicht.
Schlagworte dominieren die Diskussion, den Pseudostreit. Ich sage ihr, ihre Behauptung sei Scheiße.
Keinerlei Enttäuschung über dieses Niveau, es ist eine alte Gewohnheit.

Ich sehe mich zwischen Momenten springend als zukünftige Wissenschaftlerin und als eine, die wegen Alles Hinschmeißen nichtmal ein BA ihrem Namen wird nachstellen dürfen.

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Eingeordnet unter Leben insgesamt.

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